• Sabine Weiskopf

Ein SchweinchenKindergarten... und alles Liebe


Manchmal... wünsch ich mir ich könnt das Bild einfrieren... genau so wie’s grad ist... so daß die Zeit nienienie mehr wieder ihre komischen Scherze damit treiben kann... mit uns... mit Dir.

Aber hach... ‚Slipping through my fingers’... die von ABBA wussten schon... Und ja, spätestens an der Stelle in ‚Mamma Mia’ heul ich halt echt jedes Mal. Ist einfach so.

Jetzt, meine Kleine... mein erstes Baby... jetzt gehst Du... schlüpfst mir noch ein Stück mehr durch die Finger... 19 Jahre alt... die erste eigene Wohnung... und ich könnt schwören, Du bist erst gestern auf die Welt gekommen. Wo ist nur die Zeit hin und all das.

Was soll ich sagen... ich werd Dich schrecklich vermissen!

Je näher der Tag kommt, umso kostbarer wird jede Minute, die Du noch hier bist... jedes HighHeelKlappern auf dem Weg nach draußen... jedes blindstrubbelige ‚mmpfmbinsomüdemm’ am Morgen auf dem Weg zum Bad... jede AusmistMüllTüte mit ausgedienten Beweisen für ein... sagen wir... originelles Leben bisher... jede noch so fitzelkleine Kleinigkeit ist besonders.

Du... bist was Besonderes.

Ich weiß gar nicht, wie das hier alles weitergehen soll... Wer sagt mir denn jetzt, wann ich welche Wäsche waschen soll... wann es das nächste Mal KäsSpätzle gibt... welchen ‚Barnaby’ ich schon gesehen hab und welchen nicht? Wer führt Deine Schwester zum Joggen aus? Und wer erklärt dem Hund, daß er die ElchDecke einfach nicht mitnehmen kann zum Gassi? Wer???

Ich fürchte, ohne Dich bin ich völlig aufgeschmissen. Deine Schwester und der Hund sowieso.

Wir haben so viel gelacht zusammen... und geweint haben wir auch... und gestritten. Und immer war alles gut. Ich wünsch Dir, daß Du das sehen kannst... wenn Du von hier aus mal kurz zurückschaust, hat doch sogar der Mist, den’s halt auch gab, jetzt vielleicht einen Sinn. Das geht so weiter, und Du, Du darfst Dich drauf verlassen... dem Sinn trauen.

Und Lachen war eh am meisten, oder? So soll es weitergehen... mit viel Lachen. Das wünsch ich Dir auch.

Mist oder NichtMist, das ist doch hier gar nicht die Frage... irgendwie hab ich immer alles gegeben, auch wenn’s nicht immer gleich offensichtlich war... und wahrscheinlich ganz oft so ausgesehen hat, als würd ich alles falsch machen, was eine Mutter nur falsch machen kann.

Manchmal denk ich, ich hätt noch mehr können... noch mehr Zeit mit Dir... noch mehr da sein... noch mehr mehr. Typisch Mutter halt. Ich lern auch immer noch... und ich seh jetzt, daß es gut war... daß es genug war... bis hierher.

Denn egal ob lachen oder weinen oder streiten... die Liebe war immer da.

So viel und so groß, daß es locker reicht für alles was noch kommt. Wirst schon sehen.

Ich will jetzt auch gar nicht mit der großen Tüte Ratschläge daherkommen... hab ich alles schon zum 18. Geburtstag gemacht.

Wir sind immer hier.

Ich bin immer hier.

Egal was ist.

Und wenn Du nur eine Sorge hast.

Nur daß Du’s weißt.

Ich weiß gar nicht so recht, was noch... Du machst ja sowieso Dein Ding... schon immer... ganz wunder-voll. Und ich glaub an Dich. Also hör einfach selber nicht auf damit, ja? Oscar... sag ich nur.

Lass Dir von keinem erzählen, was gut für Dich wär und was nicht. Weißt Du eh selber am besten.

Du willst einen Film drehen? Mach.

Du willst ein Café aufmachen? Mach.

Du willst in der Altenfurter Tundra einen KinderGarten für kleine puderrosa Schweinchen einrichten? Mach.

Du willst einen Film drehen, wie Du in der Altenfurter Tundra ein Café aufmachst, in dem lauter kleine puderrosa Schweinchen bedienen? Mach!

So lang Du Freude dran hast ist alles gut. So einfach ist es halt echt.

Freude... ist magisch... Freude bringt Dich immer weiter. Tu was Dir Freude macht... alles andere kannst Du knicken. Frag Dich einfach ab und zu, ob Du die Freude noch spürst... und wenn nicht, ob Du sie da, wo Du bist, wieder finden kannst... und wie.

Nur DEINE Freude muß es sein... die, die nur Du haben kannst, weil sie sich speziell für Dich genau so anfühlt, wie sie sich eben nur für Dich anfühlen kann. Das findest Du raus... Du bist ja eh schon dabei.

So.

Und Du bist ja nicht weg von diesem Planeten. Du kommst einfach vorbei, wann auch immer Dir danach ist. Egal wo ich jetzt oder irgendwann bin, es wird immer einen Platz für Dich geben.

Und ich komm Dich besuchen... auf Deine Wohnung bin ich schon gespannt, die kann ja nur cool sein... nach all dem Hin und Her und Drunter und Drüber mit Farben und Böden und Fliesen und WasWeißIch sollte sie das lieber auch, oder?

Und dann... dann ist alles wie immer... und doch ganz anders... und es wird wunderschön sein. Ungewohnt vielleicht... neu. Neu ist gut.

Für Dich ist es Zeit zu gehen.

Für mich ist es Zeit, Dich gehen zu lassen.

Was wünsch ich Dir jetzt?

Ich wünsch Dir... Leben... echtes Leben... Dein Leben, so wie Du’s haben magst.

Und ich wünsch Dir auch, daß Du immer was zu lachen hast.

Ich wünsch Dir Liebe... und daß Du Dich trauen traust.

Und Freude... Freude mit allem, was Du tust.

Der Freude kannst Du immer trauen.

Wenn Du das hinkriegst, dann wird sie blühen... so schön... das kannst Du Dir gar nicht vorstellen.

Ich hab Dich so lieb... bis zum Mond... weißt schon.

Alles Liebe.

Mamsl

Und dann war da noch... ABBA:

‚I watch her go with a surge of that well-known sadness

And I have to sit down for a while.

The feeling that I'm losing her forever

And without really entering her world

I'm glad whenever I can share her laughter,

That funny little girl...’

#freude #abschied #liebe

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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Sabine Weiskopf.

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