• Sabine Weiskopf

Hinter der Gardine... eine Schlacht


‚Sabine, Sabine, steht hinter der Gardine,

unten schaun die Füße raus, Sabine ist ne süße Maus.’

Und so weiter.

Was hab ich es gehasst als Kind. Jedes Mal, wenn mich einer gefragt hat, wie ich denn heiße, hat dann auch irgendwann einer dieses doofe Lied geträllert.

Passiert jetzt heut nicht mehr dauernd.

Eher selten.

Fast nie.

Aber irgendwie... bleibt da schon was. Hab ich mir gewünscht, ich würd anders heißen? Aber hallo. Daß ich der kreativen Energie der FünfteKlasseClique nur zu gern erlaubt hab, einen süßen Spitznamen draus zu machen... versteht sich von selbst.

Den ich jetzt nicht preisgeben werd... das hast Du Dir so gedacht, gell. Der ist nur für Insider... ein Erkennungszeichen derer, die dabei waren... damals... als wir uns Herzchen und JungsNamen auf die Turnschuhe gemalt haben und im Unterricht stricken durften.

Jedenfalls... das alles als HinterGrundRauschen... hab ich neulich einfach mal geforscht, was der Name Sabine denn eigentlich zu sagen hat. Impuls aus heiterem Himmel... frag nicht.

Wusste ich auch schon... theoretisch... der Altphilologe im Haus erspart halt so manchen Griff zum Lexikon.

Der Raub der Sabinerinnen und die alten Römer und all das, damit bin ich aufgewachsen... nicht neu also.

Und doch... jetzt ist da plötzlich mehr.

Nur ganz kurz... damit Du ein Bild hast: Sabiner... Volk im Apennin... Nachbarn zu Rom. Rom... grad frisch gegründet, so 700 und ein paar mehr Jahre vor Christus... magisch anziehend für Flüchtlinge und dergleichen (hach... vielleicht hat uns die Geschichte dann auch gleich noch aktuell was zu sagen... kommt mir grad so in den Sinn)... MännerÜberschuß... braucht mehr Frauen... lädt ganz listig die Nachbarn ein zu Brot und Spielen und schnappt sich aus den Gästen so ziemlich alle unverheirateten Mädchen... die meisten davon - Na? Genau! - Sabinerinnen. Die Mädchen fügen sich... Väter und Brüder not amused... ziehen in die Schlacht. Sabinerinnen inzwischen verheiratet und mit Kindern gehen dazwischen und bitten um Frieden, weil ihnen ja sonst ihre Väter, Brüder UND Söhne draufgehen... erfolgreich... die ClanChefs verbrüdern sich. Alles gut.

Die wahrscheinlich kürzeste Version aller Zeiten. Sicher nicht historisch vollständig. Ist aber jetzt zur Sache mal egal.

Ich les also noch mal nach... und die Lichter gehen an. Oder auf. Also mir auf.

Ich seh, wie die Sabinerinnen sich widrigen Umständen gestellt haben... das Beste draus gemacht haben... Neues entstanden ist aus einer unmöglichen Lage... ich seh, wie Frieden gewachsen ist... und Liebe.

Ich seh, wie das, GENAU das, mein roter Faden ist... schon immer war.

Neue Maßstäbe setzen... das kann ich... hab ich sogar schriftlich in sämtlichen Arbeitszeugnissen.

Und wenn die Sabinerinnen mal keine neuen Maßstäbe gesetzt haben, dann weiß ich auch nicht.

Das große Bild sehen... das Große Ganze... das, was alles am Laufen hält... das will ich... immer... ich kann gar nicht anders.

Gegensätze zusammenbringen... das Unvereinbare vereinen... das Unmögliche möglich werden lassen... Licht und Schatten vereint happily ever after... das ist mein Elixier.

Und wie die Sabinerinnen stell ich mich im größten KampfGetümmel hin... mitten rein... und frag ganz dreist nach der Liebe.

Ha.

Ich hab den coolsten Namen, den’s gibt.

Ich weiß jetzt nicht, ob der Name Programm ist oder das Programm den Namen macht. Ist ja auch egal.

Ich seh grad zum ersten Mal, wie er passt, mein Name... Sabine... wie er schon immer gepasst hat.

Ich bin Sabine.

Ich heiß nicht nur so... ich bin’s.

Ich spür, wie es ist, wenn ich mir das Vergnügen gönne, wach zu sein dafür.

Eine völlig neue Kraft kommt da zu mir.

Gehalten bin ich... getragen... bei mir... in diesen paar Buchstaben.

Magisch.

Ja... und dann passt auch wieder das Lied... ‚zu allem gute Miene macht Sabine’ und so.

Genau. Aber nicht wie in ich duck mich und lass alles über mich ergehen und lächle auch noch dazu... eben nicht.

Ich bring sie mit, die gute Miene... überall hin... als Einladung... als SchauWoHierDieLiebeIst... denn dann... ist alles gut.

So einfach.

Sollen sie doch singen. Mich bringt jetzt auch die Leier vom FrauenZimmer Sabinchen und diesem SchuhmacherTypen nicht mehr aus der Ruhe.

Ich bin Sabine.

Ich geh jetzt... auf meinen Namen hören.

Endlich.

Ich bin Sabine.

Und Du? Wer bist Du?

Dein Name... flüstert es Dir zu.

Auf Deinen Namen hören.

Trau Dich.

die wüste elfe

Oh, undundund: das Lied heißt (völlig überraschend) ‚Sabine, Sabine’ und ist von Volkmar Döring... eigentlich ganz niedlich.

#sabine #übermich

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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