• Sabine Weiskopf

Eins, zwei, drei, vier, Eckstein...


Für Dich.

Weißt schon.

Das Herz soll man öffnen... einfach das Herz aufmachen... und fühlen.

Denn dann... dann wird schon alles werden.

Dann wirst Du schon sehen.

So heißt es... immer wieder.

Ein ums andre Mal... jetzt mach halt einfach Dein Herz auf, dann spürst Du’s schon... dann weißt Du schon, was Du machen sollst.

Und jetzt mach.

Mach halt einfach.

Jetzt mach schon.

Herz öffnen.

Was... was wenn Du aber nicht weißt... nicht den Hauch einer Ahnung hast, WIE das gehen soll... WIE Du Dein Herz öffnest... WIE?

Dann nützt Dir das WölkchenGesäusel vom HerzÖffnen wohl eher nicht so viel.

Also.

Wie.

Einfach mal husch aus dem NähKästchen einer elfe...

Wenn ich mit meinem Hund in der Wiese steh... da, wo die Bäume ihre Äste hoheitsvoll in den Fluß neigen... wo mir das Gras bis zu den Schultern reicht... wo es morgens noch still ist... da... bleib ich stehen.

Nur kurz.

Ich bleib stehen... atme tief ein... und schau mich um.

Wie schön alles ist.

Ich such mir drei Kleinigkeiten aus (okok, meistens viel mehr, aber fang vielleicht mit drei an, ja)... eine Blüte... einen Strudel im Wasser... einen Vogel.

Ich sag Danke für jedes... Danke, daß es sich zeigt für mich... Danke, daß ich es sehen kann... Danke, daß es so schön ist.

Und mein Herz... geht auf.

Wenn ich Tränen in mir hab... Tränen, die sich nicht weinen lassen wollen, warum auch immer... die mir aber Kopfweh machen... die mich grantig machen, so daß andere fragen, was denn nur los ist, und ich dann weinen möcht aber doch nicht kann... nehm ich mir Zeit.

Ich nehm mir Zeit und such mir ein Buch oder meistens eher einen Film aus... irgendwas, was ich schon kenn und was mich garantiert zum Heulen bringt... ‚Hachiko’... ‚Der Klang des Herzens’... so was.

Nur ich und der Film und die Taschentücher.

Läuft.

Jedes Mal.

Und mein Herz... geht auf.

Wenn mich was echt beschäftigt... gar nicht loslassen mag... mir durch die Gedanken geistert Tag und Nacht... wenn mich was fies ärgert... wenn ich einfach nur möcht, daß endlich jemand hinschaut und sieht, was mit mir los ist... wenn ich schier auswegloshoffnungslos nicht weiterkomm... dann nehm ich mir Raum.

Ich nehm mir Raum... und werd ganz still.

Vielleicht setz ich mich irgendwo hin und schließ die Augen. Ich stell mir vor, was mich so umtreibt... ich schau, ob ich es im Körper spür und wo... und dann tu ich so, als wär’s gar nicht in mir... sondern neben mir... in den Händen einer kleinen, ganz kleinen Kinderelfe.

Sie hält es mir hin, die kleine elfe... und schmollt ‚schau... so geht’s mir grad... find ich voll blöd’.

Ich stell mir vor ich schau sie an wie sie da so niedergeschlagen sitzt... und wie ich sie in meine Arme schließe und wir beide einfach nur da sind. Manchmal sagt sie was... manchmal weint sie... manchmal sitzen wir da nur.

Und mein Herz... geht auf.

Wie sich das anfühlt, wenn das Herz aufgeht?

Weit.

Weich.

Warm.

Hell.

Lächelnd.

Weinend.

Überall.

Leuchtend.

Klar.

Ruhig.

Und für Dich vielleicht ganz anders.

Ja... ja, es tut weh.

Zumindest die ersten Male fühlt es sich vielleicht nach Schmerz an. Könnt sein. Ist halt ungewohnt... und bei ungewohnt sagt das System immer erst mal Aua... Vorsicht... WasnHierLos. Nur... wenn ich echt genau hinspür... und mich immer wieder trau... dann ist es ein Schmerz von der guten Art... willkommen... sogar wohlig.

Die Freude... steckt dahinter.

Die pure, nackte Freude.

So.

Wenn Dich also wer nervt mit MachDochEinfachDeinHerzAuf... und wenn Du dann wütend wirst, weil Du keine Ahnung hast, wie... wenn Du da also wieder mal stehst in Deiner aufgewühlten Unfähigkeit... wie wär’s dann, wenn Du einfach mal einen Augenblick lang einfach nur das wütend erkennst.

Wütend = hat was mit Dir zu tun.

So einfach.

Gut.

Wenn Du dann noch weiter magst, dann erlaub Dir, einen Moment lang das wütend zu spüren. Vielleicht traust Du Dich sogar, es zu sagen... laut... oder nur still zu Dir selber. Ich spür Wut. Reicht schon.

Und dann pass gut auf.

Das ist er... der magische Punkt.

Dein Herz... geht auf.

Dochdoch.

Mag sein nur einen winzigen Spalt... aber es ist da.

Versprochen.

Weißt Du... diesen einen Moment lang... nur ganz kurz... warst Du radikal ehrlich. Echt. Nackt.

Dein Herz möcht jubeln und halleluja singen!

Und dann geht’s weiter, schon klar.

Warum werden sie fragen und was ist denn jetzt los und so weiter, Gedöns.

Das ist dann klärend... aber in dem Fall fast schon nicht mehr wichtig.

Oh und... lass Dir von keinem erzählen, wie schnell das alles zu gehen hat, ja... und warum Du immer noch nicht und schon wieder und so weiter... das sagt vielleicht was über die, die so was sagen... aber nicht über Dich. Du machst das schon. In Deiner Zeit. Wie’s für Dich passt. Alles gut.

Ehrlich sein.

Mit Dir selber.

Echt sein.

Zeigen musst Du Dich... wenn Dein Herz aufgehen soll... Dich berühren lassen... zuallererst von Dir selber.

Und vor allem bereit sein... für was auch immer dann kommt.

Es wird neu sein... so wie’s noch nie war... so wie Du’s nicht kennst.

Und... wenn Du Dich davor lieber verstecken willst... auch gut.

Dann weißt Du, daß Du Dich lieber versteckst. Eins, zwei, drei, vier, Eckstein...

Und... pass auf... denn damit geht Dein Herz dann auch wieder auf.

Du siehst also...

Echt sein.

Trau Dich.

die wüste elfe

#herz #freude #achtsamkeit

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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