• Sabine Weiskopf

Vom FallenLassen. Ganz paradox.


Kann man wieder in die Liebe fallen?

Also zurück in die Liebe?

In eine Liebe, die schon mal da war?

Dann, wenn alles kaputt ist.

So richtig gründlich geschreddert.

Nichts mehr da.

Alles zerredet und zerschrieben.

Alles zerkaut und zermalmt.

Alles als wär’s nie gewesen.

Nichts wert gewesen.

Zumindest nicht viel.

Wenn da nichts mehr zieht.

Kein warmes WohlWollen.

Kein IchWillBeiDirSein.

Kein IchBinDein.

Warum auch immer.

Ist manchmal einfach so.

Na gut, ist nie einfach so einfach so.

Gute Gründe gibt’s halt schon immer.

Aber irgendwann ist es dann eben so.

Und dann?

Geht das?

Dahin wieder zurückgehen.

Mich wieder in diese Liebe fallen lassen.

Zu diesem einen Menschen.

Auf Gedeih und Verderb.

Komme was wolle.

Auf die deutliche Gefahr hin, daß es wohl eher mehr Verderb sein wird.

Geht das?

Und.

Ist das in Ordnung?

Also in DER Ordnung.

Kann es denn gewollt und gewünscht sein, daß zwei Menschen unglücklich sind bis daß der Tod sie scheidet?

Also eher zwei unglücklich als wenigstens einer glücklich?

Oder gar am Ende beide glücklich.

Ohne einander.

Könnt ja sein.

Vor allem bei den Geschichten, wo man sich wünscht, daß dieser BisDaßDerTodMoment bitte bald kommen möge.

Weißt schon.

Wär’s dann nicht besser, einer zieht die ReißLeine?

Auch wenn’s unfassbar schwer fällt.

Schier unmöglich erscheint.

Nicht auszuhalten.

Unerträglich schmerzhaft.

Und wär’s nicht grad dann besser?

Ganz besonders dann wenn’s so unerträglich daherkommt.

Das kann doch auch wieder nicht gesund sein.

Schätz ich mal.

Jedenfalls.

Kann man zurück in diese Liebe fallen?

Ich weiß, alles ist gut.

Und manchmal ist es einfach traurig.

Auch das ist gut.

Traurig und verbunden.

Mit allem.

Mit mir.

Dann wein ich.

Für mich.

Für Dich.

Mit Dir.

Ich weine mit all den Frauen, die je verlassen worden sind.

(Und ja, schon, mit den Männern auch.)

Mit den Frauen, die alles gegeben haben.

Die nicht mehr können.

Die den Boden unter den Füßen verloren haben.

Die ihre Welt erschüttern haben lassen.

Die keinen Sinn mehr sehen.

Die keinen Sinn mehr spüren.

Die immer irgendwie spüren es ist nie genug.

Wird nie genug sein.

Nie wieder gut.

Und irgendwann erinner ich mich.

Es ist ja doch gut.

Es ist ja doch genug.

Ich bin ja gar nicht allein.

Ja, ich hab alles gegeben.

So schön.

Natürlich kann ich noch.

Verbunden mit der einen Quelle, die nie versiegt.

Verbunden mit Himmel und Erde.

Ich spür meine Wurzeln wieder.

Ich steh zu mir.

Ich spür das Licht wieder.

Strahlend.

Wieder und wieder lern ich mich kennen.

Vertraut und neu zugleich.

Und da schau her, da ist er ja wieder, der Sinn.

Jetzt ist Vertrauen gefragt.

Vertrauen und Hingabe.

Radikal.

Wissend, ich bin getragen, lass ich mich fallen.

Ich lass mich fallen in die Liebe hinein.

In die eine Liebe.

Die Liebe, die ja immer da ist.

Ich bin getragen.

Und ich lass mich fallen.

Ich schließ die Augen.

Und ich schau was passiert.

Paradox.

So paradox wie’s nur geht.

Und so schön.

Fallen lassen.

Jetzt.

Ich trau mich.

die wüste elfe

#liebe #ordnung #paradox

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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