• Sabine Weiskopf

Von Gott und der Welt und Komischen Heiligen.


Komische Heilige sind das.

Die werden immer mehr, kann das sein?

Vielleicht nur bei mir.

Egal.

Also.

Komische Heilige.

Die mir sagen es ist wichtig, den Schöpfer anzubeten und nicht die Schöpfung.

Schon klar.

Häkchen.

Die aber zugleich selber die Schöpfung mißachten.

Hin und wieder regelrecht übelst mit Füßen treten.

Wie passt denn das bitte zusammen.

Macht euch die Erde untertan und so.

So soll es sein, doch irgendwann hat etwas die Vernunft verdrängt.

Rainhard Fendrich war das damals, oder?

Die schlau vom Schöpfer und vom Beten reden und zugleich über MitGeschöpfe urteilen, von denen sie nahezu nichts wissen.

Kein Bild haben von deren Situation oder Leben oder Geschichte.

Die nicht neugierig nachfragen (Alliteration zufällig, aber hübsch).

Die lieber einfach mal so im Vorbeigehen ihr eigenes Bild von Gott und der Welt über andere Wesen stülpen.

Die anderen raten und sie belehren und für sich selber absolut sicher sind, daß sie sich keine andere Meinung anhören brauchen.

Denn sie wissen ja Bescheid über sich.

Schatten und blinde Flecken nicht vorhanden.

Die predigen von Gottes Ordnung und wie alles gehört wenn aufgeräumt sein soll und doch ohne mit der Wimper zu zucken einen anderen ins offene Messer laufen lassen.

Die einfach nicht interessiert sind am Wesen und Beitrag des anderen, der vielleicht nicht so ganz ihrem hübschen Bild entspricht.

Die unbedingt wollen, daß wir alle an den selben Gott glauben.

Ja gibt’s denn mehr als den einen?

Die sich reinsteigern in die rechte und einzig korrekte Auslegung der Bibel.

Nur das ist DIE Wahrheit, sonst nichts.

Und genau so muß das jetzt laufen, sonst läuft gar nichts.

So kann man sich halt auch geschickt ablenken vom Wesentlichen.

Ich mein ja nur.

Das macht mich so traurig.

Nein, es bricht mir das Herz.

Jedes Mal wieder.

Sind denn diese Kinder Gottes jetzt irgendwie anders oder besser als andere?

Besser als die ‚großen’ Machthaber und GeschickeLenker, die angeblich alles ausgeklügelt (da, schon wieder, alles mit a) in der Hand haben?

Die uns steuern und richten und manipulieren und vor allem kontrollieren sollen nach Strich und Faden?

Die vom Podest rufen ‚Ich und nur ich hab die Wahrheit, und so läuft das jetzt, sonst... !’?

Hm.

Wenn ich diesen Bogen mal schließe, dann gehört das doch irgendwie alles zusammen. Im Kleinen wie im Großen.

Meistens find ich schnell die Spur zur Liebe zurück.

Also erst mal zur Angst halt.

Der Angst, die so was antreibt.

Wie kleine Kinder, die die Hosen gestrichen voll haben.

Sich einfach nicht anders zu helfen wissen.

Die Machthaber und die Komischen Heiligen, alle miteinander.

Gebrüll und Aufstand bis alles spurt.

Und wenn ich da bin, also da, wo sich ja doch die Liebe wieder findet, dann reg ich mich auch nicht auf.

Heut will ich mich aber aufregen.

Bin eh schon mittendrin.

Himmel.

Kein Wunder, daß die Welt so aussieht, wie sie grad aussieht.

Ich sag Dir was.

Einfach mal laut gedacht so für mich.

So seh ich das.

Und ich möcht wissen, wie Du das siehst, also sag was, ja?

Also.

Himmel UND Erde sind wichtig.

Jesus UND Maria Magdalena.

(Das ist eh so ein Kapitel für sich, schon klar. Nicht jetzt.)

Gott UND Maria, wenn wir schon mal dabei sind.

Verstand UND Gefühl.

Wissen UND Tun.

Für mich zählt schlicht die Energie, die dahintersteckt.

Diese Kraft.

Das, was am Ende doch irgendwie alle Schriften und Ausprägungen eint.

.

.

.

Liebe.

.

.

.

Ist es wichtig, für so was überhaupt einen Namen zu haben?

Ich weiß nicht.

Um drüber zu reden, vielleicht.

Nur diese Kraft, die alles zusammenhält und trägt.

Die immer und ewig da ist.

Überall und unbändig und ganz unaufgeregt heilig.

Diese Kraft erscheint mir so unbeschreiblich.

Schätze dafür gibt’s eh nicht wirklich ein Wort.

Soll es ja vielleicht auch gar nicht.

Denn.

War da nicht auch mal was mit ‚Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen!’ oder so?

Passt jetzt auch irgendwie.

Und.

Ich bin weitweit weg von bibelfest.

Aber ich spür.

Ich spür so klar und deutlich wenn was nicht stimmt.

Einfach.

Nicht.

Stimmt.

Gott ist ein großes Wort.

Liebe auch.

Ich möcht keinem erzählen, wie er Gott zu betrachten und zu erleben hat.

Auch nicht, wie er das zu nennen hat, was ich Gott nenn.

Und ich möcht auch keinem erzählen, wie er zu lieben hat.

Braucht’s gar nicht.

Auch hier nicht und heut nicht.

Irgendwann kommt wohl ein Punkt, an dem das alles nicht mehr wichtig ist.

Zumindest für mich.

Nicht mehr drüber reden.

Nicht mehr überzeugen wollen.

Nicht mehr alles wissen müssen.

Einfach machen.

Einfach sein.

Einfach so.

Getragen.

Gehalten.

Geliebt.

Sicher.

Keine Angst weit und breit.

Ich kenn einen Gott, der immer da ist.

Der mich an der Hand nimmt wie ein liebender Vater.

Der mir Möglichkeiten zeigt.

Herausfordernd ohne jede Forderung.

Der mich dann selber lernen lässt.

Grenzen erfahren lässt.

Meine und Seine.

Kristallklar und geduldig und liebevoll.

Der mir aufhilft, wenn ich falle.

Der weiß, daß ich übe und daß das manchmal weh tut.

Der mich tröstet.

Der sich vielleicht manchmal die Haare rauft.

Der mich aber niemals allein lässt.

Noch mal zurück zu den Komischen Heiligen.

Denn.

Sie sind ganz wunderbare Erinnerer.

Sie erinnern mich immer und immer wieder, wie einfach doch alles ist.

So unfassbar beglückend einfach.

Und wenn ich denk, einfacher geht’s jetzt echt nicht mehr, dann kommt noch mal einer und erinnert mich.

Danke.

Übrigens.

Einfach.

Nicht unbedingt leicht.

Aber einfach.

Einfach so kann auch gern jeder machen was er will.

Ich muß ja nicht mitmachen.

Ich beobachte.

Und ich find halt zusammen wär schön.

Viel mehr zusammen.

Mehr was hast Du denn da und schau was ich hier hab.

Und viel mehr was können wir damit wohl alles Cooles anstellen.

Zusammen.

Wie wär das?

Ich seh schon.

Wirklich aufregen kann ich mich halt doch nicht.

Egal.

Was will ich nun sagen damit?

Es fängt bei mir an.

Alles.

Liebe.

Frieden.

Einfach alles.

Bei mir fängt’s an.

Und bei Dir.

Und damit ist es wieder so einfach.

Anfangen.

Trau Dich.

die wüste elfe

#liebe #frieden #gott

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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