• Sabine Weiskopf

Vom KastanienHamster und von der Fülle.


Es ist wieder so weit.

Die Kastanien purzeln.

Aufsammeln.

In der Tasche tragen.

Oder noch besser einfach in der Hand.

Glatt und rund und soso schön.

Wenn ich irgendwo Kastanien liegen seh werd ich sofort zum Eichhörnchen.

Ehrenhalber.

Ich muß einfach sammeln.

Geht nicht anders.

Keine Ahnung warum.

Jetzt am grünen elfenHof gibt’s keine.

Aber gleich unten am Fluß.

Auf der GassiRunde.

Ein gewaltiger Baum.

Connor, der Gute, weiß inzwischen schon, was er zu tun hat.

Aufspüren, anstupsen, aufsammeln lassen.

Wenn er sie noch bringen würde, das wär halt perfekt.

Wir üben das noch.

Manchmal hört man sie schon von Weitem fallen, die Kastanien.

Erst knackt es oben im Baum.

Dann BlätterGeraschel.

Und dann der leise Knall auf dem Weg.

Manchmal kurz drauf noch ein satter Plumps.

Die ist dann im Fluß gelandet.

Wenn’s so ist hoff ich immer auf mein SchutzEngelGeschwader.

Kastanie auf dem Kopf ist nicht lustig.

Oder wir fliegen unterm Radar und kommen auf dem Rückweg noch mal.

So wie neulich.

Fette Beute.

Aber wie.

Graue Wolljacke, eher figurnah geschnitten.

(Ich natürlich, nicht Connor.)

Seitlich zwei Taschen mit Reißverschluß.

In der einen schon Handy und Schlüssel.

Aber sind ja zwei Taschen.

Die haben wir gefüllt bis oben hin.

Ich bin dann nach Hause gelaufen wie ein Hamster.

Einer, dem die Bäckchen auf die Hüften gerutscht sind.

So ungefähr.

Was mach ich nun mit der reichen Ernte?

Waschmittel.

Was sonst.

Ernsthaft.

Hab ich letztes Jahr schon gemacht.

Und hatte davon bis vor ein paar Wochen.

Wenn ich grad frische Kastanien und auch Wäsche hab, dann läuft das so:

Ungefähr acht Kastanien mit einem guten Messer vierteln.

Mit einer großen Tasse Wasser übergießen.

Am besten in einem verschließbaren Glas, dann kannst Du ab und zu schütteln.

Schüssel geht aber auch.

Jedenfalls über Nacht stehen lassen.

Wird ein bißchen trüb und schaumig.

Dann durch ein Sieb abgießen.

Die Flüssigkeit direkt in die Wäschetrommel zur Wäsche geben.

Enthärter dazu nach Bedarf.

Und dann ganz normal waschen.

Weichspüler kannst Du Dir sparen mit Kastanien.

Der Rest der HamsterTour ist Vorrat.

Möglichst frisch vierteln.

Im Hochleistungsmixer schreddern.

Ausbreiten auf einem Brett oder Tuch oder Blech.

Trocknen lassen.

Geht auch im Ofen, braucht’s aber nicht.

Immer mal wieder bewegen und wenden und so.

Wenn alles richtig schön raschelig trocken ist in ein Glas umfüllen.

Sollte gut verschließbar sein, meins hat einen Deckel mit Bügel und Gummidichtung.

So was in der Art.

Zum Waschen drei Eßlöffel davon mit einer großen Tasse Wasser...

und so weiter, same procedure.

Nur muß das nicht über Nacht stehen, halbe Stunde reicht.

Oh und.

Geht für alles, aber lieber nicht für helle und weiße Wäsche.

Oder da noch Bleiche dazu.

Ich sag’s nur.

Ich find das extrem wunderbar.

Ganz praktisch kostet mich das nichts außer ein bißchen Zeit.

Außerdem ist es die perfekte Ausrede fürs zwanghafte KastanienSammeln.

Abgesehen vom meditativen Aspekt, der auch schon ganz nett ist.

Verbunden sein.

KinderFreude.

Spielen.

Lauschen.

Lachen.

Fülle.

Jetzt.

Das alles macht die Kastanie mit mir.

Ein GottesGeschenk, mir zu Füßen gelegt.

Der Reichtum von Mutter Natur.

Und ich darf es nehmen und wandeln.

So schön.

Wenn Dir also demnächst so ein KastanienHamster über den Weg läuft, dann bin das wahrscheinlich ich.

Und Du?

Probier’s aus, ja?

Kastanien.

Jetzt.

Trau Dich.

die wüste elfe

#herbst #freude #spielen

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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