• Sabine Weiskopf

Vom Durcheinander und vom Engel.


Irgendwie.

Keiner kann mehr.

Oder?

Also nicht wirklich.

Die meisten tun noch halbherzig so als ob.

Sieht aber durchgehend eher gehetzt aus.

Gequält und müd und bröselig.

Ich hör’s überall.

Was jetzt noch nicht soooo aufregend ist.

Die Leute holen mich ja zum Ordnung machen.

Da erwart ich halt auch erst mal Durcheinander.

Oder Doschenanner, wie’s in der alten, uralten Heimat heißt.

Trotzdem.

Eine, nur eine einzige Fahrt im ZombieExpress (= UBahn) spricht Bände.

Die Gesichter.

Die Haltung.

Die Augen.

Nicht schön.

Gar nicht schön.

Wo um Himmels Willen sind wir hingekommen?

Tankt denn keiner mehr auf?

Also jetzt nicht zweiwochenmalleallinclusivemäßig.

Täglich.

Wo sind die Pausen geblieben.

(Da muß man dann schnell eine durchziehen.

Tut mir ja Leid, aber Pause ist das auch irgendwie nicht.)

Das Abschalten.

(Und was man da heut so alles abschalten kann.

Ich mein ja nur.)

Die Siesta.

Das DraußenSein.

Die Stille.

Überall und von allen Seiten zerrt und zieht was an uns.

Gott und die Welt will was von uns.

Obwohl.

Gott wohl eher nicht.

Ich glaub ja der hätt gern, daß wir Pause machen.

Jedenfalls.

Termine und Zeug und FreizeitStreß.

Die Tage viel zu kurz fürs Pensum.

Also ich weiß ja nicht.

Und so gehen wir dann auch noch die Welt retten.

Würd sich wahrscheinlich alles über Nacht erledigen, wenn einfach jeder mal vor der eigenen Tür kehrt.

Nur mal so für den Anfang.

Meine Kundinnen wundern sich immer erst mal.

Vor 10 Uhr kreuz ich halt nirgendwo auf.

Nicht verhandelbar.

Weil vorher Stille.

Tee.

Hund.

Yoga.

Nur ich mit mir.

Die Ruhe und Gelassenheit, für die ich so berühmt bin?

Alles nur Disziplin und Übung.

Jeden Tag.

Unermüdlich.

Unerbittlich.

So einfach ist das.

Üben, so lang alles ruhig ist.

Dann ist auch alles ruhig, wenn das Leben mit mir übt.

Oder so.

Denn das wird es.

Das Leben.

Üben mit mir.

Das Leben schickt uns halt doch immer wieder so absonderliche Grätschen.

Mal schauen ob sie noch da ist, so in der Art.

Dann kommt alles hübsch durcheinander.

Haarsträubend.

Unbequem.

Schmerzhaft.

Schön wenn’s dann nicht völlig abrutscht.

Weil ich hab ja geübt.

Ich kenn den ruhigen Ort in mir.

Und ich kann jederzeit heimkehren.

Lustig ist das dann trotzdem erst mal nicht, schon klar.

Aber so viel leichter.

Und vor allem schneller durch.

Keine tagelangen Sümpfe.

Keine knietiefe Sülze.

Kein heilloses, auswegloses Durcheinander.

Ein heilsames, vielleicht zart wehmütiges Doschenanner.

Läuft.

Und.

Wenn’s mal doch nicht ganz so läuft.

Dann gibt’s immer noch Engel.

Und wenn’s nur eine einzige blütenweiße Feder ist.

Die sich mitten im hektischen Tag sacht auf die UBahnTreppe sinken lässt.

Eine Feder, die macht, daß ich kurz stehenbleib.

Daß ich mich erinner.

Daß ich lächle.

Daß ich weiß.

Ich weiß, ich bin nicht allein.

Frieden.

Liebe.

Ewig.

Es gibt etwas, das alles zusammenhält.

Wohlwollend.

Beschützend.

Lacht sich wahrscheinlich kaputt über den Act, den wir so veranstalten.

Aber egal.

Es ist da.

Es hält.

Ich bin nicht allein.

Du bist nicht allein.

So schön.

die wüste elfe

Oh, und.

Wenn Du auch üben lernen willst.

Und von Ordnung träumst.

Egal wo.

Ich bin hier.

Trau Dich.

#ordnung #frieden #stille #üben

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

KONTAKT

Sabine Weiskopf.

Eschenbach 404 . 91224 Pommelsbrunn

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