• Sabine Weiskopf

Von der elfe hautnah. Teil II.


Was soll ich sagen.

Kaum war der erste Teil abgeschickt.

Nähkästchen quillt über.

Zweiter Teil.

Pa dö probläm.

Hautnah und ungefiltert.

Und wahrscheinlich auch wieder lang.

Also.

Tiere suchen meine Nähe.

Und der ein oder andere schräge Typ in der Sauna.

Ersteres find ich sehr berührend.

Letzteres naja.

Die schlagfertigen Antworten suchen immer erst Stunden später meine Nähe.

Leider.

Jetzt Obacht, Paradox.

Ich mag so gern Nähe zulassen.

Dir nah sein.

Wer auch immer Du bist.

Ich geh gern sacht und langsam auf andere zu.

Und ich mag es sehr, wenn jemand sich mir nähern mag.

Achtsam.

Langsam.

Zart.

Mit aller gebotenen Vorsicht.

Denn.

Ich kann viel, sehr viel aushalten

Aber im Kern bin ich sehr zerbrechlich.

Und den.

Diesen Kern.

Den zeig ich gern.

Da wo ich Dir nah sein darf.

Da wo Du mir nah sein magst.

Wieso.

Wieso gibt’s so viele, die nicht mal ihren eigenen Müll wegschaffen?

Ich kapier das nicht.

Und ich mein jetzt noch gar nicht unterwegs auf der grünen Wiese.

Das natürlich auch.

Aber zu Hause.

Himmel.

Was ist so toll dran, neben dem eigenen Müll zu hausen.

Raus damit.

Am besten täglich.

Dochdoch.

Das sind doch einfach nur die Basics.

Müll raus.

Böden.

Und wenn dann noch was geht die Armaturen.

Einfach mal machen.

Ich mein ja nur.

Ich hab eine FreudeSchwelle.

Das ist nach oben nicht offen bei mir.

Darf ich mir Stück für Stück immer wieder erarbeiten.

Wenn’s zu viel wird auf einmal, dann kippt es.

Tränen und Abwehr.

Ich kenn auch die andere Seite.

Das mit anzuschauen bei einem anderen.

Freude bringen und sie kommt nicht an.

Macht traurig, auch nicht schön.

Ich bin eine, die gern schenkt.

Und ich fühl mich wohl mit denen, die sich gern beschenken lassen.

Überhaupt das mit dem Schenken.

Die wahren Geschenke.

Für mich sind das die, die den Beschenkten würdigen.

Ihn in seinen Wünschen und Bedürfnissen erkennen.

Nicht mit was ich vielleicht glaub was gut wär.

Ich vermiss meinen alten Kühlschrank.

Der war so herrlich groß.

Jetzt ist das immer ein ziemliches Puzzle wenn die BioKiste kommt.

Viel Grünzeug.

Und dann soll ja auch noch Platz sein für kühlungsbedürftigen Kuchen.

Achtsamkeit ist voll mein Ding.

Aber das hast Du jetzt auch schon gemerkt, gell.

Außerdem Yoga.

Schon sehr lang.

Und jetzt nicht nur ein bißchen Gymnastik.

Volles Programm.

Täglich.

Oh yes.

Ich hab eine verhängnisvolle Neigung, mit anderen großzügig zu sein.

Das ist jetzt finanzmäßig nicht so günstig.

Kräftemäßig auch eher nicht.

Trotzdem muß mich keiner retten.

Ich schaff das schon.

Grrrr.

Die verhexte Schwelle vom Rumkratteln zum entspannten Fließen.

Diese Schwelle.

Geldmäßig.

Schier nicht zu bewältigen.

Für mich halt.

Hin und wieder gelingt es.

Ich übe.

Ich weiß wie’s geht.

Und doch.

Manchmal fällt es mir einfach so so schwer.

Ich bin süchtig nach Chips.

Punkt.

(Ob die zwei letzten zusammenhängen?

Nein, ich glaub nicht.

Hoffentlich.)

Männer in kurzen Hosen find ich optisch anstrengend.

Außer jetzt im freizeitsportlichen Bereich.

Nein, aber in der Stadt und überhaupt.

Lange Hosen.

Hemd.

Hut muß ja nicht gleich.

Aber ernsthaft, ordentlich (! Muss grad selber so lachen!) angezogen ist doch was Schönes.

Überhaupt gute KinderStube.

Wo sind wir nur hingekommen.

Von den Frauen fang ich gar nicht erst an.

Blumen.

Ich mag keine floristisch überkandidelten Sträuße.

Das ganze extra Gestrüpp immer, das ist nicht so mein Ding.

Einzelne Blumen.

Ohne alles.

Oder.

In der Wiese gepflückt.

NaturFundStücke.

Das sind Gaben, die mich berühren.

Ich bin eher nicht so das klassische Heimchen am Herd.

Kinder. Küche. Kirche.

Naaaa.

Lieber Kekse, Kerzen, Kultur.

Oder so.

Aber.

Ich liebe es, für alle zu kochen und zu backen.

Und ja, ich mach gern die Wäsche.

Die TShirts falten und die Hemden bügeln.

So schön.

Und ich seh das, wenn Du jetzt mit den Augen rollst.

Dochdoch.

Ich sing beim Backen und beim Kochen.

Meistens.

Wenn ich nicht schlafen kann, dann wickel ich mich ein.

Ganz fest die Decke um mich rum.

So klein wie möglich.

Dann beruhigt sich was.

Was auch immer es war.

Nicht wichtig.

Ich steh auf SeifenBlasen.

Schaukeln.

PusteBlumen.

Für so was bin ich hoffentlich nie zu alt.

Ich lass mich gern verzaubern.

Überhaupt der Zauber in den kleinen Dingen.

Wenn sich RegenTropfen auf Blättern sammeln.

Wenn morgens im Wiesengrund der Tau in der Sonne glitzert.

Wenn eine Hummel im Lavendel landet.

Wenn die Linde am grünen elfenHof beginnt zu duften.

Wenn die ersten Blätter fallen.

Wenn es schneit und plötzlich ist alles so gedämpft.

Wenn ein Kind stehenbleibt und dem Käfer zuschaut.

Wenn im Wald das Licht durchs BlätterDach Muster auf den Boden malt.

Wenn sich die HundeNase in meine Hand schiebt.

Wenn morgens um sechs die ganze Straße nach BackStube duftet.

Wenn sich am FlußUfer die Enten leise quakend zur Nachtruhe begeben.

Immer dann steht die Welt kurz still.

Immer dann halt ich inne.

Immer dann ist irgendwie alles gut.

Ich mag’s wenn sich was mischt.

Wenn aus zwei ganz unterschiedlichen Sachen was ganz Neues Ganzes wird.

Unerwartet und überraschend und berührend.

Magisch.

Ich zünd oft am Abend alle Kerzen hier an.

Einfach nur so für mich.

Kerzen machen Ruhe in mir.

Ich mag’s wenn Du mir in die Augen schaust wenn wir uns begegnen.

Und ich mag auch Dir gern in die Augen schauen.

Alles andere ist nicht so wichtig.

Klamotten.

Figur.

Haare.

TagesForm.

Aber die Augen.

Es gibt nichts Schöneres.

Es gibt nichts Ehrlicheres.

Deswegen mag das wohl nicht jeder.

Das macht mich dann manchmal traurig.

Wenn wir uns alle öfter in die Augen schauen würden.

Ich glaub dann wär die Welt echt besser beieinander.

Und weil ich irgendwie grad so ein Ende in mir hab.

Eine Schwelle zu neuen Ufern.

Deswegen.

And the credits roll.

Kai.

Lang her. Wird jetzt endlich rund. Unvergessen.

Sandra. David. Frau Wehr. Tanja. Katja und Elvis und überhaupt die Nachbarn.

Verena. Walter. Sabine.

Und so viele mehr, die mir jetzt grad nicht einfallen wollen.

Joyce Witt.

Ich wär so was von lost in space without you.

Lost in an Irish space, probably.

But still lost.

Brani.

Du hast ja keine Ahnung.

Tom Baertl.

Weise und klar und so liebevoll geführt.

Brigitte und Nina.

Haut und Haar und immer so wohlig.

Tom Geisbüsch.

Du weißt nicht für was.

Aber ich weiß es.

Und Whisky.

Und einfach ein mutiges Herz in dieser Stadt.

Don Giuseppe.

Für Aprikosen am Morgen und Wikinger und ach überhaupt.

Jwala und Karl.

Ihr zwei.

Einfach ihr zwei.

Mama und Papa.

Ohne Murren und Knurren.

Doro. Elke.

So viel Sülze.

So viel Kuchen.

So viel späte Stunde.

Ihr seid die Besten.

Für immer.

Sir Connor vom Wiesengrund.

Es gibt einfach keinen treueren.

Nicht einen.

Und.

Rosalie und Fiona.

Schneeweißchen und Rosenrot.

Also halt andersrum.

Mein raison d’être.

Niemand hat so coole Töchter wie ich.

Ha.

Hab euch lieb bis zum Mond und wieder zurück.

Unendlich mal.

Natürlich.

Und ein oder zwei Menschen, die ich hier nicht nennen mag.

Zu kostbar.

Die jetzt vielleicht, genau wie ich, ein paar viele Tränen weinen.

Das gehört mir allein.

So ist das einfach.

Ja, hier geht grad was zu Ende.

Was genau, das weiß ich selber noch nicht so richtig.

Ist auch gar nicht wichtig.

Denn es wird zugleich schon was neu.

Noch leicht diffus.

Ich mag diesen Ort.

Außen alles ziemlich wie immer.

Innen so still.

Weich und leicht und so so nährend.

In meinem Garten Eden erhebt sich ein neuer Tag.

Flügel aufschütteln.

Ich trau mich.

Sabine

#amgrünenelfenhof #sabine #liebe #frieden

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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die wüste elfe.

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