• Sabine Weiskopf

Vom HaushaltsFest und vom weichen Rhythmus.


Jetzt hab ich ja die letzten Male eher zu anderen Wallungen geschrieben.

Gehört trotzdem alles zur Ordnung.

Oh yes.

Heut dafür wieder mehr so alltäglich praktisch.

Trotzdem kein bißchen banal.

Deine Fragen.


Es beginnt.


Die erste Frage lieb ich ja gleich mal.

Bekomm ich öfter, nicht daß Du denkst Du bist allein.

Obacht, HaushaltsFest.


>>> Der ganze HaushaltsKram ist mir immer zu viel irgendwie.

Und wenn ich dann mal was mach schaut‘s ja doch gleich wieder aus.

Wie bekomm ich das hin daß nicht immer alles zusammenkommt?

Das ist ein einziger Graus jede Woche und dann bin ich völlig platt.<<<


Ich sag Dir was ich mach.

Schon immer übrigens.

Das ist uraltes Wissen der inzwischen vierten Generation.

Vielleicht noch älter.

Hat auch in der wilden Patchwork Zeit mit vier Pubertieren und Hund und fünf kleinen Tageskindern und 300 qm Loft geklappt.

Denn daß ich es jetzt grad leichter hab in meiner winzigen Bude ist schon klar.

War aber ja nicht immer so.

Pass auf.

Das bißchen Haushalt, ich teil es auf.

Jetzt nicht auf die Mannschaft, das auch wenn‘s geht.

Ich mein ich teil auf die Wochentage auf.

Montag und Dienstag Wäsche.

(Dann hört auch die Fragerei auf: Mama wann wäschst Du hell?

Mama wann wäschst Du dunkel?

Damit nur ja nichts fehlt im Sortiment.

Falls das bei Dir ein Thema ist.

Könnt ja sein.)

Donnerstag Bett überziehen und Staub wischen.

Freitag die Böden.

Samstag Bad.

So ist es bei mir.


Der Punkt ist, nicht an einem Tag alles zu machen.

Klar daß das keinen Spaß macht.

Die ganze Bude auf ein Mal polieren, das wär mir auch zu viel Schufterei.

Aber jeden Tag eins.

Das geht.

Dann ist es nämlich immer irgendwie schön.

Nicht nur ein Tag alles blitzblank und am nächsten Tag wieder Saustall.

Und Du bist nicht das ganze Wochenende völlig erledigt.

Weil Du Dich Samstag Früh auf den Haushalt gestürzt hast.

Weißt?

Meine Tochter hat jedenfalls berichtet sie hat sich das von mir gleich abgeschaut als sie ausgezogen ist und es läuft.

Das jetzt mal als KurzVersion.


Wie genau Du das aufteilst wirst Du selber rausfinden.

Vielleicht passen andere Tage besser.

Vielleicht überziehst Du nicht jede Woche die Betten neu.

Ich jedenfalls nicht.

Und manchmal eben doch.

Ein bißchen Mitdenken ist schon noch gefragt.


Warum nicht Zimmer für Zimmer?

Könntest Du jetzt fragen.

Weil dann nur ein Zimmer klar Schiff ist und der Rest doch wieder Mäh.

Ich will aber bei mir, daß alles und immer schön ist.

Bitte.

So bin ich einfach.


Reihenfolge spielt eine nicht ganz unwichtige Rolle.

Zum Beispiel der Reigen Betten – Staub – Böden.

Zuerst die Betten.

Das wirbelt Staub auf.

Den kannst Du danach wischen.

Dabei wird sich Zeugs auf den Boden senken.

Glaub‘s mir einfach.

Das erledigst Du dann wenn Du die Böden saugst oder wischst oder beides oder was Du halt so machst mit Deinen Böden, was weiß denn ich.

Auch hier: Mitdenken.

Beobachte Dich mal wie‘s bisher ist.

Was wär vielleicht andersrum besser?

Wo sind die sinnvollen Abläufe?

Für Dich.

Muss nicht sein wie bei mir.


Jetzt hast Du wahrscheinlich gemerkt daß ich die Kombüse elegant umschifft hab.

Küche ist ein ganz eigenes Thema.

Wenn Du bist wie ich dann hast Du nicht nur eine Küche weil die halt zur Wohnung oder zum Haus gehört.

Du benutzt sie auch.

Wahrscheinlich täglich.

Und wer sonst noch rumschwirrt bei Dir tut‘s sicher auch irgendwie.

Die alle zu motivieren ist ein eigenes Thema.

Dazu müssten wir mal reden.


Bei mir ist es seit Anbeginn der Zeit so, daß immer und sofort ALLE in der Küche stehen wenn sie reinkommen.

Egal was ich mach.

Als meine Töchter noch bei mir gewohnt haben auch deren Freunde.

Zum Vorglühen vorm Ausgehen.

Wer vorglüht braucht was im Magen.

Bei uns gab‘s immer was zu essen, weil ich halt gern koch und back.

Also Jungvolk in der Küche, logisch.


Küche ist wichtig.

Der warme Ort im Heim.

Um meine Küche kümmer ich mich jeden Tag.

Klingt jetzt wie so ein müder Werbespruch.

Mit Blümchenschürze und Bügelfrisur und Stepford Lächeln.

Auweia.

Ist aber halt so.

Sofort nachdem ich irgendwas gemacht hab.

Also direkt sofort unmittelbar jetzt gleich zack.

Kuchen ist im Ofen, dann sofort Schüsseln und so in die Spülmaschine.

Essen ist gegessen, dann sofort Geschirr und so in die Spülmaschine.

Und den Herd wischen.

Und den Tisch wischen.

Und den Kram wirklich in die Spülmaschine räumen.

Nicht nur irgendwo oben abstellen in der Hoffnung irgendwann macht‘s irgendwer.

Wird nämlich nicht passieren.

Du machst es eh, und später ist es halt nicht wirklich schöner.


Warum ich das so mach?

Weil wie soll ich sagen manche Dinge früher oder später zum hygienischen Thema werden.

Weil ich gern in meiner Küche bin und andere Leute auch.

(Das könnt sich natürlich ändern wenn ich nicht immer gleich sauber mach.

Wär mal ein Experiment.

Was war zuerst da, die schöne Küche oder die Leute.

Als ob ich das durchhalten würd.)

Weil ich nicht immer erst alles wegschaffen will was noch gammelt wenn ich was kochen oder backen will.

Und in meinem Fall weil eh so wenig Platz ist in meiner Küche.

Und.

Jetzt kommt‘s.

Weil‘s so viel schneller geht UND viel leichter.

Wenn Du den ganzen Baatz auf dem warmen Herd lässt geht‘s halt nicht mehr so gut weg.

Dito Arbeitsflächen und Schranktüren und überhaupt alles.

Wenn Du natürlich drauf stehst, lieber ein Mal die Woche die ganzen Krusten zu kratzen, dann ignorier was ich sag.

Pa dö probläm.


Also.

Wenn Du‘s schaffst, Dich ein kleines bißchen zu verabschieden von dem Anspruch, daß immer undalles und gleichzeitig blinken und blitzen soll.

Dann putzt Du nämlich jeden Tag.

Oder Du grantelst jeden Tag weil Du‘s halt nicht schaffst.

Wenn Du Dich einschwingst auf jeden Tag ein bißchen was.

Wenn Du das hinbekommst.

Auf Deine Art.

Einen weichen Rhythmus.

Dann ist es immer schön bei Dir.

So einfach.


Oh, und.

Wenn‘s mal echt schnell gehen muß.

Weil sich plötzlich die Königin angesagt hat oder so was in der Art.

Dann nur das hier:

Schmutziges Geschirr weg.

Armaturen im Bad wischen.

Und wenn dann noch Zeit ist die Böden wo man‘s sieht.

Macht schon ganz schön was her.


Und noch mal und.

Falls Du ein Mann bist.

Einer der wie auch immer aus Versehen hier aufgeschlagen ist.

Und falls es vielleicht nicht die Königin ist, sondern die Liebste.

Dann schau daß Deine Wäsche nicht rumliegt.

Die wollen wir nämlich nicht sehen.

Und das Bad, bitte.

Das Bad.

Himmel.


So viel zum HaushaltsFest.

Gar nicht banal, find ich.

Wohlig zu Hause ist so kostbar.

Eine feine Übung in Achtsamkeit.

Es fängt mit den kleinen Dingen an.

Es fängt bei Dir an.


Probier‘s aus.

Nur für eine Weile.

Schau wie ganz viel in Ordnung kommt.

Und sag mir wie‘s läuft, ja?


Und.

Bitte hör nicht auf zu fragen.

Was auch immer Dich bewegt, raus damit.

Zur Ordnung.

Zur Schönheit.

Überhaupt.

Frag einfach.

Trau Dich.


Bis gleich.

Sabine

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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