• Sabine Weiskopf

Vom Nichts zum Abschied und vom Licht. Ein Versprechen.


Versprochen.

Das sag ich nicht oft.

Kannst meine Töchter mal fragen.

Denen hab ich kaum je was versprochen.

Was weiß denn ich ob ich immer alles halten kann.

Ich hab dann immer gesagt ‚schaumermal‘.

Dann war eh klar ich werd mich maximal anstrengen dafür.

Haben die zwei auch ganz schnell begriffen.

Grinsen und leuchtende Augen.

Ist heut noch so.

Läuft also.


Jedenfalls.

Gestern dann doch.

Gestern hab ich was versprochen.

Zum Abschied vom grünen elfenHof.

Eine sehr geliebte und geschätzte Freundin hat mir was gebracht.

Zum Abschied ein Nichts.

Kontext: Sie ist meine Lehrerin in Sachen Achtsamkeit und Reiki.

ZEN hat sie auch drauf.

Nur damit das Nichts einen Zusammenhang hat.

Nichts.

Das sind jetzt mal zwei kleine Schälchen für Teelichter.

Leer.

Nichts.

Für mein Licht.


Ich hätt fast geweint.

Hab sofort verstanden.


Mein Licht, das kann ich nur selber da reinstellen.

Mein Licht kann ich nur selber anzünden.

Und mein Licht: Ich nehm es mit.


Ziemlich genau vier Jahre hab ich jetzt hier gewohnt.

Aufgeschlagen aus dem Nirgendwo damals.

Von Herzen gelandet.

Das hier, das ist ein guter Ort.

Ein sicherer Hafen für mich in einer unsicheren Zeit.

Ruhe und Frieden wohnen hier.

Sowieso.

Und auch, weil ich das bin.

Ruhe.

Frieden.

Das dürfte inzwischen auch ziemlich offensichtlich sein.

Sogar für mich.

Ich brauch da immer ein bißchen.

Aber wenn's mir halt immer wieder gesagt wird, dann glaub ich es auch irgendwann.


Jetzt zieh ich weiter.

Ich geh ins Unbekannte.

Ein bißchen Licht kann da nicht schaden, oder?

Licht hab ich dabei.

Mein Licht.


Wir alle.

Jede und jeder.

Jeder muß sein Licht anzünden.

Jetzt.

Bitte.

Wie wollen wir einander finden, wenn die Lichter nicht leuchten.

Und finden müssen wir uns jetzt.

Es ist Zeit.

Es ist Zeit.

Es ist Zeit.


Wie auch immer das für Dich aussieht.

Muß gar nicht groß und laut und viel sein.

Einfach nur Dein Licht.

Die Flamme, die Dein Herz wärmt.

Zünd sie an.

Zeig sie.

Jetzt.


Für mich ist es die Ordnung.

Wie ich auch drehen und wenden mag was ich tu.

Ich komm immer wieder da hin.

Ordnung auf allen Ebenen.

Zu Hause.

Im Herzen.

Im Kopf.

Und ja, sogar die reine Energie.

(Himmel. Physik. Schon wieder.)


Ordnung ist das ganze Leben.


So.

Und weil ich so ordentlich bin sind die ganzen Teelichter halt schon weggepackt.

Macht aber nix.

Denn.

Was Symbolisches tut‘s auch.

Was könnt das sein?

Damit bin ich heut eine letzte Runde spazieren gegangen.

Und hab diese Eicheln gefunden.

Erst die zwei.

Dann die einzelne.

Passt.

Ziemlich pörfekt sogar.

Weil.

Mein Licht heißt für mich ich hab auch immer Dein Licht im Blick.

Ich will es sehen.

Und deswegen seh ich‘s auch.

Fokus mal wieder.

So einfach.


Ich leg also mein Licht in die Schälchen.

Dann verpack ich sie.

Und ich nehm sie mit.


Was hab ich jetzt versprochen?

Naja.

Ich werd dafür sorgen daß mein Licht nie mehr verlöscht.

Niemals mehr.

Jetzt weißt Du‘s auch.

Kein Entrinnen.

Als ich vor vier Jahren hier angefangen hab.

Da war mein Licht nämlich doch eher klein.

Bestenfalls ein Flämmchen.

Im Grunde nicht mehr vorhanden.

Runtergebrannt.

Ausgebrannt.

Und auch nichts mehr da, es wieder zu entzünden.


Das ist jetzt anders.

Ich hab Ordnung gemacht.

Gründlich.

Ich weiß.

Sehr klar.

Ich bin hier.

Voll und ganz.

Und ich weiß, warum und wofür mein Licht brennt.

So kostbar.

Es darf und wird nicht mehr verlöschen.

Versprochen.


Und Du.

Licht an, ja?

Licht an.

Trau Dich.


Sabine

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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