• Sabine Weiskopf

Von unter Deinem Bett.


Aufatmen.

Durchatmen.

Frei und tief atmen.

Wahrhaft erfrischt aufwachen.

Ein lichtes Gefühl im Raum.

Und das jeden Morgen.

Du willst es doch auch.

Was kannst Du also tun?

BrühwürfelFassung:

Räum auf unterm Bett.


Echt jetzt.

Ich hab das so oft bei meinen Kunden.

Zeug unterm Bett.

Du ahnst es nicht.

Naja, wahrscheinlich doch.

Schätze Du hast auch den Raum genutzt.

Kram unter Deiner Schlafstatt gelagert.

Bietet sich ja an, ist doch sonst nur leerer Raum.

Wär ja schad drum.

Und die Bettwäsche gehört eh ins Schlafzimmer.

Schrank schon voll, also.

Oder so die Sachen, die Du nicht oft brauchst.

WeihnachtsSchmuck und die alten Kinderklamotten.

Bastelkram und das Bügelbrett und so.

Pörfekt unterm Bett, da liegt‘s gut und ist aus dem Weg.

Wohnt ja auch keiner da.

Außer halt die handelsüblichen StaubMäuse.

Macht alles Sinn, schon klar.


Aber.

Und.

Ernsthaft.

Unter Deinem Bett darf Raum sein.

Dein Bett will atmen können.

Du sowieso.


Also.

Musst Du mir ja jetzt nicht glauben.

Wie wär‘s, probier‘s aus, ja?

Ganz einfach.

Pass auf.

Räum doch mal alles raus unterm Bett.

Wirklich alles.

Erst mal egal wohin.

Nur weg da von unter Deinem schlafenden Hintern.

Vielleicht packst Du alles in ein anderes Zimmer.

(Oder Dachboden / Keller.

Aber Obacht, das ist die nächste Falle.

Dazu wann anders.)

Einfach auf einen Haufen.

Nur vorübergehend, ja?

Darf alles bleiben, ganz ruhig.


So.

Dann stell Dich kurz ans Bett und spür.

Nur atmen und spüren.

Dein Bett.

Raum und Luft drunter.

Wie ist das?


Dann schnapp Dir den Staubsauger und fahr ein Mal über die leere Fläche.

Bis in die Ecken.

Fleißaufgabe Sauger umdrehen und von unten am Lattenrost entlang.

Wenn Du wissen willst was da so alles nistet, auf die Knie.

Ich hab schon alles gesehen, vielen Dank auch, ich saug blind.

Falls Du Holzboden oder sonst was Glattes hast, bitte ein Mal wischen.

Und dann stellst Du Dich wieder ans Bett.

Atmen.

Spüren.

Atmen.

Spüren.

Na?


Oh, und falls das jetzt aus Versehen eskaliert ist mit dem Staubsauger.

Gleich mal das ganze Zimmer.

Oben auf dem Schrank.

Und auweia, die Spinnweben an der Decke.

Fein.

Dann feier das.

Oh yes.

Ordnung schaffen macht das manchmal.

Mitreißend und so.

Feier Dich.


Bist eh fertig für den Moment.


So wie‘s jetzt ist, das lässt Du dann drei Wochen lang so.

Nicht mehr und nicht weniger.

Sei genau.

Schreib‘s Dir in den Kalender und dann stur nach Plan.

Echt jetzt.

Nimm‘s als wissenschaftliches Experiment.


Und schau was passiert.

Beobachte.

Die Schlafkammer.

Deinen Schlaf.

Dich.


Bleib ab und zu einfach kurz stehen in Deinem Schlafgemach.

Und vorm Einschlafen erlaub Dir einen Augenblick.

Atmen.

Spüren.

Lauschen.

Was ist anders?

Schläfst Du anders?

Träumst Du?

Willst Du umräumen?

Steigt der Wunsch nach Klamotten ausmisten auf?

Alles so was.

Nur beobachten.

Es gibt nichts zu tun.


In den ganzen drei Wochen rührst Du die Sachen nicht an.

Die Schätze die Du rausgeschafft hast.

Lass sie einfach liegen und ruhen.

Die müssen auch erst mal klarkommen mit dem Rauswurf.


Und dann.

Wenn die Zeit um ist.

Dann kümmerst Du Dich um den Kram.

Was davon bleibt.

(Nur und NUR das, was DIR Freude macht.

Radikal.)

Was davon geht.

Und wohin geht‘s.


Unters Bett geht‘s nämlich nicht mehr.

Das ist jetzt quasi das Kleingedruckte.

Hättest Du vorher lesen sollen.

Ha.

Nichts von all dem kehrt zurück unters Bett.

Alles findet anderswo einen Platz.

Seinen Platz.

Du kannst das, das weiß ich.

Ziemlich simpel, oder?

Wenn sich jetzt daraus diverse weitere AufräumProjekte ergeben:

Gut so.

Zeit wird‘s.

Wie Du das schlau anstellst damit es nicht ungemütlich ausufert,

das zeig ich Dir gern.

Hier wär ein Anfang.

Unter Deinem Bett.

Ganz leicht.


Früher oder später räumst Du eh auf.

Ist so.

Ich wär ja für früher.

All die Leichen im Keller, öhm, unterm Bett.

Die kosten Kraft.

Die kosten DICH Kraft.

Du denkst vielleicht nicht dauernd dran.

Aber schleichend sind sie immer da.

Schleichend kostet Kraft.

Schad drum.


Also.

Luft zum Atmen für Dein Schlafgemach.

Unter Deinem Bett Raum für große Träume.

Fang an.

Heut noch.

Ordnung ist das ganze Leben.


Ordnung.

Trau Dich.


Sabine



Oh, und.

Das Foto.

Das ist unter meinem Bett.

Schon immer und ewig frei.

Jawohl.

Meine Ausrichtung: Die Liebe.

Mein Weg: Die Wörter. Das Lachen. Die Ordnung.

Ich bin hier, um die Schönheit sichtbar zu machen.

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Eschenbach 404 . 91224 Pommelsbrunn

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